Projekte

Durch Ihre Unterstützung ist es uns möglich, dort zu helfen wo Hilfe benötigt wird. Hier finden Sie eine Übersicht unserer Projekte.

Flugnummer 475 und Mädchen ohne Namen

Jeder Flug der irgendwo auf der Welt startet hat eine Nummer. Diese Nummer steht auf der Reservierung, auf dem Ticket und später auf dem Boardingpass. Ohne diese Nummer kann der Reisende sich nur schwer orientieren. Doch nun zur Flugnummer 475.

Als mein Sohn Philipp und ich kürzlich im Flugzeug nach Kathmandu/Nepal saßen, fragte mich Philipp wie oft ich eigentlich schon gereist sei. Da ich seit vielen Jahren eine Liste darüber führe, rief ich die Datei in meinem Telefon auf. Dann fand ich, zu meinem eigenen erstaunen heraus, dass diese aktuelle Reise Nummer 475 war. Nun bin ich in diesem Jahr auch schon 26 Jahre bei Feed the Hungry und da kommt viel zusammen. Doch empfinde ich es immer noch schön, unterwegs zu sein um Hilfsgüter zu kaufen und zu bringen, Einsätze zu koordinieren oder Projekte zu initiieren. Es ist für mich ein absolutes Privileg die dankbaren Menschen zu sehen, denen wir Ihre Spende in Form von Lebensmitteln oder anderen Hilfsgütern bringen dürfen. Warum ich nun jetzt meine vielen Flüge erwähne, ist nicht weil ich angeben will, sondern viel mehr, dass eben diese Reise Nummer 475 für mich zu einer besonderen Reise wurde. Auf den vielen Trips die ich gemacht habe, sah ich viel Schreckliches. Soldaten die im Kriegen bis zur Unkenntlichkeit verstümmelt waren, Flüchtlinge aus Afghanistan die in Pakistan halb erfroren ankamen. Flüchtlinge im Irakkrieg, nur knapp mit dem Leben davon gekommen, die mitten in der Nacht unser Camp in Jordanien erreichten. Hungernde Kinder für die jede Hilfe zu spät kam. Was uns in Kathmandu nach der Ankunft erwartete waren 21 junge Frauen die der Hölle des Rotlichtviertels von Kalkutta entkommen konnten. Sie warten Mädchen ohne Namen. Als Kinder im alter von 11 bis 13 verkauft, verschleppt oder gestohlen, wurden diese Mädchen über Jahre mehrmals am Tag auf schrecklichste Art und Weise missbraucht. Für mich unvorstellbar was ein Mensch einem anderen antun kann, der dazu noch wehrlos ist. Einige sind ungewollt schwanger geworden und haben nun eigene Kinder, die neben ihnen eher als die jüngeren Geschwister aussehen.

Am nächsten Tag haben wir alle zusammen Pläne gemacht, ein Budget erstellt um folgendes zu tun. Diese jungen Frauen und ihre Betreuer brauchen eine Unterkunft. Sie wollen lernen, sie möchten eine Zukunft für sich. Diese Zukunft möchten wir als Feed the Hungry aber auch ich persönlich ihnen gerne geben. Wir wollen ein Haus mieten indem sie sicher unterkommen. In dem sie lesen und schreiben lernen können. Sie sollen die Möglichkeit haben sich als Näherin oder Krankenschwester eine Existenz aufzubauen. Die meisten mit denen ich beim Abendessen sprach, wollen zurück in die Bergdörfer aus denen sie vor Jahren entführt oder verkauft wurden. Sie wollen dort arbeiten, als Krankenschwestern helfen.  Das ist es was mich seit diesem Tag bewegt. Das ist es, warum diese Reise, eine von vielen zwar, zu einer besonderen Reise gemacht hat.

Helfen SIE bitte mit. Mit Ihrer und unserer Hilfe können diese jungen Frauen körperlich wieder gesund und innerlich wieder heil werden.

Waisenkinder im Sudan werden oft wie Müll behandelt

Waisenkinder in Afrika sind oft keine Waisenkinder im herkömmlichen Sinne. Oft werden sie ausgesetzt weil sie unerwünscht sind, krank oder behindert. Kinder mit Trisomie 21 (Down-Syndrom) gelten in vielen Ländern als Fluch. Sie werden achtlos weggeworfen. In unserem Waisenhaus in Yeh/Südsudan hatten wir Kinder die verachtet waren und ausgesetzt wurden. Und doch haben wir diese Kinder in einen Müllwagen gesteckt. So verrückt wie es klingt, war es doch die einzige Möglichkeit sie vor den Soldaten in Sicherheit zu bringen. Wir hatten die Möglichkeit die auszufliegen. Dieses Erlebnis hätte ich den Kindern gerne gegönnt. Doch in der Hauptstadt Juba hätte der Zoll ihre Pässe kontrolliert wollen. Die meisten Kinder hätten gar keinen gehabt. Viele der Kinder haben erst einen Namen bekommen durch unsere Mitarbeiter. Der Zoll hätte die Kinder den Betreuern weggenommen. Die Beamten hätten die Kinder ins nächste militärische Ausbildungslager gesteckt. Also stelle sich die Frage wie bekommen wir die Kinder in Sicherheit. Müllwagen werden an der Grenze nicht kontrolliert. Deswegen haben wir die Kinder in einen stinkenden Müllwagen gepackt. So kamen die Kinder sicher in Kitgum/Uganda an. Die Aufgabe die jetzt vor uns steht, ist die Kinder in Uganda zu integrieren. Genau genommen sind sie illegal ins Land gekommen. Doch die Regierung in Kampala hatte ein Einsehen und Verständnis für die Situation. Wenn wir uns um sie kümmern, so der zuständige Beamte, dürfen die Kinder bleiben. Helfen Sie uns damit den Kindern geholfen werden kann, damit sie endlich ein Zuhause bekommen und nie wieder in einen Müllwagen klettern müssen.

Every Child - Every Day

Aus dem verheerenden Tsunami an Weihnachten 2004 entstand das Programm „Every Child - Every Day“.  Damals, als Teams von den Feed the Hungry Büros in Australien und Deutschland in Südostasien unterwegs waren sahen wir überall das gleiche Elend. Kinder, die durch diese Katastrophe ihre Eltern verloren hatten. Zusätzliche Waisen, die keine Zukunft mehr hatten. Damals haben wir uns dieser Kinder angenommen und sie in bestehende Waisenhäuser in Indonesien, Sri Lanka und Thailand untergebracht. Dies haben wir seit 2005 fortgeführt. In den Folgejahren haben wir immer mehr Kinder auf dem ganzen Globus so ein Zuhause geben können. Seit dem Tsunami 2004 gab es Katastrophen und Kriege genug die Kinder zu Waisen gemacht haben. Uns ist es nicht wichtig, dass unser Name über dem Waisenhaus steht. Uns ist es vielmehr wichtig, dass die Kinder unterkommen, ernährt werden und zur Schule gehen können. Wie zu Beginn gehen wir so auch heute noch vor. Wir suchen bestehende Waisenhäuser die nach christlichen Maßstäben leben und sich durch unsere Hilfe vergrößern können um mehr Kinder aufnehmen zu können. Und im Moment sind es etwa 115.000 Kinder die wir als internationale Feed the Hungry Gemeinschaft jeden Tag ernähren können.

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Erbil / Irak

Der Bürgerkrieg in Syrien und der Terror der IS ist uns allen bekannt. Auch, dass Tausende von Menschen auf der Flucht sind und Schutz suchen wissen wir alle. Was viele von uns allerdings nicht wissen, ist, dass die Versorgungslage an vielen Orten ungenügend zum Teil Lebens bedrohlich ist. Durch unseren jahrelangen Kontakt im Irak ist es uns möglich, Hilfsgüter von Deutschland und England aus, sicher nach Erbil im Irak zu transportieren. Dort helfen wir mit, tausende Flüchtlinge zu ernähren und die Unterbringung etwas zu erleichtern.

2016

Libanon

Das kleine Land Libanon mit etwa 4 Millionen Einwohnen hat eine große Last zu tragen. Nämlich einen großen Anteil der Flüchtlinge aus Syrien. Es sind etwa 1,2 Millionen Flüchtlinge die Hilfe und vor allem Unterkunft suchen. Peter Hasler, Pastor des "ZOE Gospel Center" in Zürich und Vorsitzender von Feed the Hungry Schweiz, hat schon seit Jahren Kontakte nach Beirut. Ihm war es möglich durch mehrfache Besuche die Brücke zu bauen, damit Feed the Hungry helfen kann.

2016

Philippinen

Die Inselgruppen der Philippinen ist seit 1991 immer wieder Einsatzort von Feed the Hungry. Als im Juni 1991 auf der Insel Luzon der Vulkan Pinatubo ausbrach haben wir gemeinsam mit verschiedenen Kirchengemeinden den Überlebenden geholfen. Als im November 2013 der Taifun "Hayan" (chinesisch "Sturmschwalbe") über die Philippinen hinwegfegte, konnte Feed the Hungry erneut helfen. Durch die weltweite Spendenaktion der Feed the Hungry Büros und deren Partner, konnten bis zum März 2014 über 3 Millionen Mahlzeiten verteilt werden. In der Stadt Cebu konnten viele Familien ein neues Zuhause finden. Ein anderes Projekt von Feed the Hungry ist eine Suppenküche im "Happy Land" in der Hauptstadt Manila. In diesem Slum am Hafen der Millionenstadt leben etwa 50.000 Menschen. Davon sind fast die Hälfte Kinder die wie ihre Eltern vom Müll leben. Etwa 5.000 Kinder haben seit Juli 2015 nun die Möglichkeit jeden Tag eine warme Mahlzeit zu bekommen und können zur Schule gehen

2015

Nepal

Schon am dritten Tag nach dem Erdbeben im März 2015 waren Partner von feed the Hungry vor Ort. Feed the Hungry Mitarbeiter Gwyn Williams und Jean-Pierre Rummens flogen in das Krisengebiet um sich ein Bild zu machen und um Hilfsgüter zu kaufen und deren Verteilung zu überwachen. Dabei fuhr das Team zum Teil uber zerstörte Straßen bis auf eine Höhe von 1300 Metern. Manche Menschen bekamen durch das Team die erste Hilfe seit dem Beben. Für weitergehende Pläne für die Überlebenden und junge Mädchen und Frauen werden wir unter "Aktuelles" berichten.

2015

Deutschland

"Vor der Haustür" haben wir immer wieder geholfen. Bei der Jahrhundertflut 2002 haben wir selbstverständlich geholfen. Seit 2012 helfen wir aber auch den Menschen die vor den Krisen im mittleren Osten nach Europa fliehen. Wir helfen zusammen mit der Gemeinde "Trinity Celebration Center" in Hamburg und mit der "Christus Gemeinde" in Gau-Algesheim und in Mainz.